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Standleitung
Absolut gesehen sind die DSL-Zugangstarife im Vergleich zu anderen
Breitbandzugängen in der Regel die kostengünstigeren. Dazu tragen auch
Wiederverkäufer (sog. Reseller) bei, die DSL-Anschlüsse der Deutschen
Telekom unter eigenem Namen vermarkten und so für Wettbewerb sorgen.
Als "Rennwagen" unter den Internetzugängen sind Standleitungen
zu betrachten. Typischerweise bieten sie hohe Bandbreiten und sind von jedem
Nutzer zu erwerben. Allerdings für einen entsprechenden Preis, der vom
Nutzungsort abhängt. Standleitungen sind als Kupfer- oder Glasfaserverbindungen
realisiert und müssen den Nutzungsort mit dem (nahe gelegenen bzw. am günstigsten
erreichbaren) Anschlusspunkt eines Weitverkehrsnetzes verbinden. Sofern
derartige Anschlüsse nicht bereits vorhanden sind, muss ein immens hoher
Aufwand für die Verlegung passender Leitungen betrieben werden. Grabungen oder
die Nutzung von Leerrohren sind dann in jedem Fall erforderlich.
Standleitungen stehen dauerhaft zur Verfügung und unterscheiden sich so
von Wählverbindungen wie zum Beispiel Telefon, ISDN oder DSL. Je nach Ausführung
sind - in der Regel symmetrisch - Datenraten von einigen Mbit/s bis zu mehreren
Gbits/s erreichbar.
Sinnvoll ist der Einsatz von Standleitungen bei hohen Datenraten sowie
hohen Sicherheits- und Verfügbarkeitsansprüchen im gewerblichen Bereich, da
sie Bandbreiten und Verfügbarkeiten fest garantieren. Je nach Konstellation können
gewerbliche Nutzungen dann mit der privaten Nutzung vor Ort kombiniert werden,
wobei quasi alle Varianten der Auf teilung der Datenrate denkbar sind. Zur
Weiterverteilung eines Breitbandzugangs mittels Standleitung an mehrere private
oder gewerbliche Nutzer bieten sich die gleichen Lösungen, wie im Detail
unter 4.2.1 beschrieben, an. Hierbei handelt es sich in der Regel um örtliche
Funkverbindungen.
Aufgrund der oben genannten Faktoren weisen Standleitungen meist höhere
absolute Kosten (laufend und einmalig) auf als beispielsweise gängige
DSL-Anschlüsse. Im Falle von Erdarbeiten steigen die Investitionskosten
ebenso gegenüber anderen Lösungen deutlich an.
Sofern es sich bei der Standleitung um Glasfaser handelt, stellt dies für
die gewerbliche Nutzung keine prinzipiellen Probleme dar. Für den
Privathaushalt, der jedoch ausschließlich Glasfaser gelegt bekommt, sind
relativ hohe Zusatzinvestitionen für den Internetzugang, Telefonie (sofern
nicht über IP) und die Rundfunknutzung (sofern leitungsgebunden) zu erwarten.
Richtfunk
wäre ein Pendant zur Standleitung im nichtleitungsgebundenen Bereich.
"BREITBAND-INITIATIVE-BAYERN"
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