|
Einleitung
In den vergangenen Jahren hat das Thema Breitbandzugang eine ernorme
Entwicklung durchlebt. Stetig steigen die Anforderungen und Möglichkeiten in
diesem Bereich. Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung noch nicht
beendet ist. Lediglich bezüglich ihrer Geschwindigkeit gibt es unterschiedliche
Einschätzungen.
Bereits 2005 nahmen sich der Bayerische Gemeindetag und der Bayerische
Industrie- und Handelskammertag des Themas an und führten Gespräche mit
Anbietern sowie der bayerischen Staatsregierung. 2006 wurde gemeinsam mit dem
Bayerischen Städtetag, dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen
Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie die
Breitbandinitiative Bayern gegründet. Sie ist eine der ersten Länderinitiativen
zu diesem Thema in Deutschland. Mit dem Ziel, möglichst effektive politische
Instrumente zur Erschließung des ländlichen Raums zu entwickeln, pflegt sie
regen
Erfahrungsaustausch mit anderen Bundesländern. Die Breitbandinitiative Bayern
bietet Informationen zu alternativen Technologien und unterstützt die
Entwicklung vor Ort mit technologieneutraler Beratung. Staatliche Fördermittel
sollen dort helfen, wo Marktmechanismen nicht greifen.
|
Organigramm Breitbandinitiative - Eigeninitiative ist gefragt - aber
Unterstützung ist verbindlich |
( BREITBAND-INITIATIVE-BAYERN )
|
DSL, also der Breitbandzugang über Kupferleitungen auf der letzten Meile,
ist mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich ein Zwischenschritt in dieser
Entwicklung. Die künftigen hohen Bandbreitenanforderungen lassen sich nach
derzeitigem Wissensstand nur durch Glasfaserleitungen realisieren. Allerdings
ist die Neuverlegung von Leitungen sehr teuer und es fehlt noch an kostengünstiger
Anschlusstechnik für den Endverbraucher. In ländlichen Regionen werden - wie
auch bei mobiler Internetnutzung - Funklösungen einen festen Platz bei den gängigen
Technologien einnehmen.
Für Kommunen stellt das Thema Breitbandzugang ein weiteres Element im
Bereich der Infrastrukturen dar, welches dauerhaft beobachtet und bearbeitet
werden muss. Auf Grund der dynamischen Entwicklung bedarf es teilweise anderer
Herangehensweisen im Vergleich zu klassischen Infrastrukturen. Je besser heutige
Planungen darauf eingehen, umso optimaler ist man für die Zukunft gerüstet.
Die Digitalisierung wichtiger grundsätzlicher Prozesse in unserem Leben
und unserer Gesellschaft machen deutlich, dass die Versorgung mit schnellem
Internet unabdingbar ist. E-Government und das elektronische Rathaus werden für
Gemeinden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen: Im Sinne der
Kundenorientierung werden Abläufe dadurch schneller, unbürokratischer und
einfacher. Gerade, wenn, wie in ländlichen Gebieten, die Anfahrtswege zur nächsten
Verwaltungsstelle weiter entfernt sind, stellen die Möglichkeiten des
E-Governments eine erhebliche Erleichterung für die Bürger und Unternehmen
dar. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass für die geplante
Gesundheitskarte, die künftig Grundlage für die medizinische Versorgung eines
jeden Bürgers ist, die schnelle Verbindung von Arztpraxen zu zentralen
Datenstellen zwingend erforderlich sein wird. Die Breitbandversorgung dient
hierfür als notwendiges Fundament um diese Entwicklungen zu ermöglichen.
|
|
|
edvSoft Consulting
Beratung für angewandte
Informationstechnologie
http://www.edvSoft.de
edvSoft &
WebEbner
Consulting & Webdesign
http://www.webEbner.de
|