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Mvox hatte die erste Stufe des Ausbaus für die 29. KW 2010 zugesagt, passiert ist - bis auf einen Ortstermin für die Besichtigung der DSLAM-Platzierung - bis jetzt nichts, wie in vielen anderen Gemeinden auch, siehe Abendsberg und Kürnach. Nach weiteren Recherchen steht nun fest, dass mvox das Konzept laut Angebot mit erster und zweiter Ausbaustufe nicht erfüllen kann. Hintergrund sind Vertragsstreitigkeiten zwischen mvox und der Telekom. Die Telekom zeigt sämtlichen DSL-Konkurrenten naturgemäß wenig Entgegenkommen. Mvox muss zur Realisierung seines Angebots an den Hauptverteilern der Telekom (Eschau für Mönchberg) so genannte Kolokationen errichten, eine Art eigener Netzwerkschrank ist dafür nötig. Dies ermöglicht die erste Ausbaustufe, die die unterversorgten Gebiete mit DSL in der Stärke von ein bis drei Megabit pro Sekunde versorgen soll. Weitere Schaltverteiler sollten dann mit einem Bündelungsverfahren ausgestattet werden, um die zweite Stufe zu erreichen. Dann hätten in Mönchberg bis zu 16 MBit fließen sollen. Am 17. Juni 2010 hatte die Telekom dem Ministerium mitgeteilt, dass sie das Verfahren der mvox als „nicht reguliert“ ansieht. Daraufhin wurde mvox um Stellungnahme gebeten, wie die Verträge mit den Kommunen eingehalten werden können. Am 9. Juli sicherte mvox zu, dass die erste Ausbaustufe in drei bis fünf Wochen umsetzbar sei. Kurz danach wurde jedoch mitgeteilt, dass die Verwirklichung der zweiten Ausbaustufe wegen Abstimmungsschwierigkeiten mit der Telekom nicht absehbar sei. Der Grund, so wirft der Verband der Telekom-Konkurrenten VATM der Telekom vor seien Verzögerungstaktiken, nicht eingehaltene Fristen, wechselnde Informationen und anderes. Es sei außerdem auffällig, dass gerade in den Bereichen, in denen die Wettbewerber Anträge auf Zugang zu den Verteilerkästen gestellt hätten, die Telekom aktiv wird. Wir können nur hoffen, dass Politik und Regulierung solchen Verdrängungs- und Blockadestrategien zu Lasten der Bürger endlich einen Riegel vorschiebt, so der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Inzwischen hat sich auch das bayerische
Wirtschaftsministerium eingeschaltet, das den Kommunen Hilfe bei der
Vertragsauflösung anbietet. Helmut Ebner |
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